22. März 2014 in Frankfurt: Stand up 4 Syria!

Aktionskunst syrischer AktivistInnen zum Solidaritätstag mit Syrien in Berlin am 11.01.2014; Photo: Jens-Martin Rode

Bundesweite Solidaritäts-Demonstration in Frankfurt am Main: Am Samstag den 22. März werden in der Mainmetropole zahlreiche AktivistInnen und SympathisantInnen mit einer Kundgebung ihre Solidarität mit der leidenden Bevölkerung in Syrien zum Ausdruck bringen. Anlass ist der dritte Jahrestag der syrischen Revolution (15./18. März 2011).

MenschenrechtsaktivistInnen in ganz Deutschland rufen im Vorfeld alle auf, „die sich der syrischen Revolution verpflichtet fühlen und das syrische Volk mit der Teilnahme an einer Demonstration zum dritten Jahrestag des Aufstandes unterstützen möchten.“ Start ist in Frankfurt um 14.00 Uhr an der „Alten Oper“. Ziel ist der Römerplatz. Erwartet werden SympathisantInnen aus zahlreichen Städten u.a. Berlin, Hamburg, München, Aachen, Köln und Freiburg.

Worum geht’s?

In Syrien ereignet sich derzeit die größte humanitäre Katastrophe des beginnenden 21. Jahrhunderts. Drei Jahre nach Beginn des „Arabischen Frühlings“ ist die Situation weiterhin gekennzeichnet von Gewalt und Unterdrückung. Sichtbares Zeichen: Die Friedensgespräche in Genf sind jüngst gescheitert und das Regime von Baschar al Assad gewinnt immer mehr Zeit, seinen Krieg gegen die eigene Bevölkerung fortzuführen. Die Folge sind hunderttausende Tote, Inhaftierte und vermisste Menschen. Dazu kommt eine Verschärfung der Lage durch regimenahe Söldner aus dem Iran, Irak, aus den Reihen der Hizbollah und andererseits extremistische Gruppen wie z.B. „ISIS“. Den Veranstaltern geht es vor allem darum, angesichts dieser Situation ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzen.

Wer organisiert die Demo?

Initiatoren der Demonstration sind nicht in erster Linie Organisationen oder Parteien u.ä.. Die Demo wird vor allem über soziale Netzwerke wie facebook von Privatleuten und AktivistInnen organisiert, die sich mit der Bevölkerung in Syrien solidarisieren. Klar ist, dass hier ein Spektrum von Sympathisanten demonstriert, das sich eindeutig auf die Seite der Revolution stellt. Klar ist auch, dass sich die Demonstration in erster Linie gegen das Regime von Baschar al-Assad richtet, das die Hauptverantwortung für die katastrophalen Ereignisse in Syrien trägt.

Andererseits haben Syrerinnen und Syrer in Deutschland auch Netzwerke und Hilfsvereine gegründet, um die Situation in Syrien zu verbessern. In Frankfurt kündigen die Veranstalter für den 22. März am Römerplatz von 12.00-17.00 Uhr Infostände der Vereine „Deutsch-Syrischer-Verein e.V.“ und „Aktionsbündnis Freies Syrien e.V.“ an, welche humanitäre Hilfe leisten.

Warum ist es wichtig, an dieser Demo teilzunehmen?

Die Menschen in Syrien werden seit drei Jahren von der Weltgemeinschaft im Stich gelassen. Eine pauschale Lösung für das leidgeplagte Land wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Auch Mahnwachen und Demos können die Situation nicht kurzfristig ändern. Dennoch sollten wir aber nicht wegsehen. Weltweite Solidarität und Anteilnahme gibt den Opfern zumindest symbolisch etwas von ihrer Würde zurück.

Wer als Nichtsyrer an einer Solidaritätsdemonstration oder Mahnwache teilnimmt, wird schnell überrascht sein und verlässt die Veranstaltung unweigerlich zutiefst beschämt: Denn trotz all der Leiden und aller Missachtung und Enttäuschungen, welche diese tapfere Bevölkerung seit drei Jahren ertragen muss, findet man auf syrischen Mahnwachen keine radikalen Forderungen. Reden und Plakate etc. sind in der Regel auf Deutsch gehalten – und nicht auf arabisch oder kurdisch – was sicherlich leichter gewesen wäre. Die Botschaften richten sich an eine Mehrheitsgesellschaft, von der auch auf belebten innerstädtischen Plätzen kaum jemand stehenbleibt und zuhört.

Wen also das mediale Bild, dass häufig über Syrien verbreitet wird dazu verleitet, hier nun extreme politische oder religiöse Positionen oder militante Forderungen u.ä. zu vermuten, die oder der wird schnell enttäuscht werden. Politisch bewegten sich die Forderungen bei vorangegangenen Demos oft um die Schaffung humanitärer Korridore, die Freilassung politischer Gefangener, die Einschaltung des internationalen Strafgerichtshofs zur Verfolgung aller Kriegsverbrechen, die Einsetzung einer Übergangsregierung unter Ausschluss von an Kriegsverbrechen beteiligten Personen etc.

Wo gibt es mehr Informationen?

Wer sich weiter informieren oder die Demonstration unterstützen möchte, findet weitere Informationen hier:

a) facebookseite der Veranstaltung

b) Hinweise zu weiteren Informationen z.B. zur gemeinsamen Anreise aus Berlin findet Ihr demnächst hier auf dieser Seite.

Freiheit für Syrien 😉

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Über jensmartinrode

Brillenträger
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