Archiv der Kategorie: die syrische Revolution für Freiheit und Würde

Die vom Sturm ernten – Ein Kommentar zu Michael Lüders neuem Syrien-Buch

Kaum einer der sogenannten “Syrienexperten” schafft es so häufig in die Spalten der Tageszeitungen und Rundfunksendungen, wie Michael Lüders. Anlässlich des Giftgaseinsatzes in der syrischen Ortschaft Chan Scheichun am 4. April 2017 war er wieder ein gefragter Gesprächspartner in Talkshows. Mit seinem neuen Buch “Die den Sturm ernten” versucht er, sechs Jahre nach Beginn der syrischen Revolution, die Debatte um den Krieg in Syrien neu beleben. Doch der Beitrag, den Lüders auf den Markt wirft, hat vor allem eine hohe Auflage zum Ziel. Inhaltlich bleibt das Buch dünn und bietet einen recht oberflächlichen und erschreckend eindimensionalen Zugang zum Thema.

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Ich bin raus: Offener Brief an das “globalisierungskritische Netzwerk attac” in Berlin anläßlich der Pro-Assad-Mahnwache am 07.04.2017 in Berlin

Am 7. April 2017 wurde über den internen Mailverteiler des Berliner Ablegers des “globalisierungskritischen Netzwerks attac” ein Aufruf der Berliner friedenspolitischen und organisationsübergreifenden Initiative “Friko” geteilt. Die “Friko”, an deren Aktivitäten sich die Berliner attac-Arbeitsgruppe “Globalisierung und Krieg” regelmäßig beteiligt, warb für die Teilnahme an einer Mahnwache am Brandenburger Tor noch am selben Tage “(…) anläßlich der völkerrechtswidrigen Bombardierung des syrischen Lufwaffenstützpunktes durch die USA”.

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Unter Professoren der Muff von Diktatoren

Mit einem bizarren Beitrag zum Thema “Syrien” meldeten sich Ende Januar 2017 vierzehn Mitglieder aus dem “wissenschaftlichen Beirat” des globalisierungskritischen Netzwerks attac zu Wort. Mit ihrer “Erklärung zum Syrienkrieg” wollen sie zu einem öffentlichen Disput vor allem über den russischen Kriegseinsatz in Syrien einladen. Der Text selbst löst allerdings eher peinliches Befremden aus. Denn diese Mischung aus selektiver Geschichtswahrnehmung, Verschwörungstheorien und pauschaler Medienkritik ist vor allem eines: Eine Rechtfertigung des russischen Interventionskrieges und eine Relativierung der damit verbundenen Massenverbrechen. Zudem ist diese wirre Collage auf einem Niveau geschrieben, mit dem kein Student an einer deutschen Universität auch nur einen Proseminarschein bekommen dürfte. So deutlich hat sich bei attac bisher wohl kaum jemand für Krieg ausgesprochen. Weiterlesen

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Stoppt den Putin, stoppt den Krieg!

Mehrere hundert Menschen demonstrierten am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 vor der russischen Botschaft in Berlin gegen die Bombardierung Aleppos. Der Krieg des syrischen Regimes und seines russischen Verbündeten trifft vor allem die Zivilgesellschaft in dem von den Rebellen gehaltenen Gebieten … Weiterlesen

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Springt nicht, bevor klar ist, wer den Bademeister bezahlt!

  Angesichts der dramatischen Lage in Aleppo organisieren in den kommenden Tagen Aktivistinnen und Aktivisten wieder Mahnwachen, Demonstrationen und Aktionen für die unter dem Krieg leidende Bevölkerung in Syrien. Die Organisator*innen sind jedoch ausnahmsweise einmal nicht nur Syrerinnen und Syrer. … Weiterlesen

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Was bringt es, Montag rot zu tragen?

Für Montag den 2. Mai 2016 um 17:00 Uhr ruft eine weltweit aktive Solidaritätsbewegung zu einer Protestkundgebung auch in Berlin auf. Unter dem Hashtag #aleppoisburning kündigen derzeit Aktivist*innen auf der ganzen Welt Mahnwachen und Kundgebungen an, um an das Leid der Bevölkerung in der syrischen Metropole Aleppo zu erinnern. Weiterlesen

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Was zählt eigentlich noch der Friedensnobelpreis?

In einem jüngst veröffentlichten Bericht über die fünftägige Erkundungsreise einer “Friedensdelegation” schildert ein internationales Team um die Friedensnobelpreisträgerin von 1976, Mairead Maguire, Eindrücke aus dem kriegsgeplagten Land Syrien. Das Ergebnis ist erschreckend: Statt praktische Solidarität mit der mutigen syrischen Zivilgesellschaft zu üben, absolvieren die Delegierten ein staatlich organisiertes Besuchsprogramm. “Gespräche” fanden vor allem mit hohen Amtsträgern christlicher Kirchen und dem vom Regime eingesetzten Großmufti von Syrien statt. Unter dem Vorwand, sich ein unabhängiges Bild machen zu wollen, transportiert die “Friedensdelegation” dabei ungefiltert zentrale Narrative syrischer Staatspropaganda nach Europa. Preisträgerin Mairead Maguire macht sich auf diese Weise mitschuldig und diskreditiert nicht nur sich selbst, sondern damit den Friedensnobelpreis als solchen. Weiterlesen

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