Ich bin raus: Offener Brief an das “globalisierungskritische Netzwerk attac” in Berlin anläßlich der Pro-Assad-Mahnwache am 07.04.2017 in Berlin


Liebe Aktive beim globalisierungskritischen Netzwerk attac, liebe Mitlesenden,

ich bin raus: Hiermit möchte ich Euch mitteilen, dass ich meine Mitgliedschaft beim “globalisierungskritischen Netzwerk attac” kündige. Ich trage die inhaltliche Ausrichtung von attac nicht mehr mit und möchte insbesondere mit den Aktivitäten, welche Mitglieder von attac derzeit im Kontext der “Friedensbewegung” entfalten, nicht durch eine Mitgliedschaft bei attac in Verbindung gebracht werden. Nicht in meinem Namen!

Am 7. April 2017 wurde über den internen Mailverteiler des Berliner Ablegers des “globalisierungskritischen Netzwerks attac” ein Aufruf der Berliner friedenspolitischen und organisationsübergreifenden Initiative “Friko” geteilt. Die “Friko”, an deren Aktivitäten sich die Berliner attac-Arbeitsgruppe “Globalisierung und Krieg” regelmäßig beteiligt, warb für die Teilnahme an einer Mahnwache am Brandenburger Tor noch am selben Tage “(…) anläßlich der völkerrechtswidrigen Bombardierung des syrischen  Lufwaffenstützpunktes durch die USA”.

Bilder dieser Mahnwache, die im Internet einsehbar sind, lassen an Deutlichkeit keine Wünsche offen. Hier versammelt sich unter der obligatorischen weißen Taube ein illustres Grüppchen mit Flaggen der KPD, der DKP und der des “globalisierungskritischen Netzwerks attac”. Den Bildern nach zu urteilen ist offenbar auch der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko aus der Linkspartei dabei. Nicht zu übersehen: Die Flagge des syrischen Regimes von Baschar al-Assad. Hier tritt zusammen, was zusammen gehört. attac wird prominent vertreten von einer Person, die sowohl in bundesweiten, als auch in Berliner Lenkungsgremien und Arbeitskreisen intensiv mitarbeitet und Verantwortung trägt. Weiterlesen „Ich bin raus: Offener Brief an das “globalisierungskritische Netzwerk attac” in Berlin anläßlich der Pro-Assad-Mahnwache am 07.04.2017 in Berlin“

Berlin unter Strom – die kritische Energie-Stadttour


 

a5b6777145Die AG Energie von attac Berlin bietet im Sommer 2014 ein besonderes Angebot: Auf einem etwa 2 1/2 stündigen energiepolitischen Stadtrundgang führen die GlobalisierungskritikerInnen durch die Geschichte der Energieversorgung der Hauptstadt. Bei einer Premiere am Sonntag den 15. Juni klären sie dabei auch über die energiepolitischen Debatten der Gegenwart auf. Neben den Potentialen der Erneuerbaren Energien und den Perspektiven und Problemen der Elektromobilität geht es dabei vor allem darum, welche Rolle Konzerne wie Vattenfall in der Energiepolitik spielen und wie und wo ihre Lobbyisten versuchen Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen. Die AktivistInnen von attac mobilisieren mit dieser Aktion für eine Energieversorgung in öffentlicher Hand auf Basis dezentral gewonnener Erneuerbarer Energien nach demokratisch, ökologischen und sozialen Kriterien. Weitere Veranstaltungen sind geplant.

Was: Berlin unter Strom – die kritische Energie-Stadttour

Wann: Sonntag, den 15. Juni 2014 – 14:00 – 16:30 Uhr

Wo: Start: Schweizerischen Botschaft, Ecke Otto-von-Bismarck-Alle/Willy-Brandt-Straße. (S Hauptbahnhof) – Ende: Hausvoigteiplatz – Berlin-Mitte

Anmeldung: energietour@attacberlin.de oder 0176 21758355

Wir erheben keine Teilnahmegebühr, bitten jedoch um eine Spende zugunsten der Arbeit von attac Berlin und zur Deckung der Unkosten

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Heimat auf Zeit


Jänschwalde 1Film- und Diskussionsabend der AG Energie von attac Berlin: Donnerstag, den 6. Februar 2014 um 19:00 Uhr im attac Treff in der Grünberger Straße 24, 10243 Berlin

Mit einem Film- und Diskussionsabend zum Thema Braunkohletagebau in Brandenburg startet die AG Energie von attac Berlin in das Jahr 2014.

Der Dokumentarfilm „Heimat auf Zeit“ von Peter Benedix, der erstmals 2010 in den Kinos zu sehen war, beleuchtet die Hintergrunde der aktuellen Tagebauvorhaben des Energiekonzerns Vattenfall in Brandenburg und macht in atmosphärisch dichten Bildern deutlich, welche Auswirkungen diese Form der Energiegewinnung für die von Umsiedlung betroffenen Menschen hat. Der Film begleitet einzelne Protagonisten vor allem aus der Region der drei Dörfer Kerkwitz, Atterwasch und Grabko bei ihrem Protest gegen den Energieriesen Vattenfall. Er zeichnet nach, wie die Bewohnerinnen und Bewohner vor vollendete Tatsachen gestellt wurden und wie sie beginnen, sich dagegen zu wehren. Er dokumentiert aber auch das Arbeitsumfeld der Menschen, die im Braunkohletagebau beschäftigt sind und davon leben. Die Stärke des Films ist, dass der Regisseur nicht wertet, sondern die Kamera laufen und die Bilder für sich sprechen läßt. Dabei sind einmalige Aufnahmen entstanden aus der Zeit des Volksbeghrens „Keine neuen Tagebaue“ aus den Jahren 2008-2009. Weiterlesen „Heimat auf Zeit“

Kampagne „Tschüss Vattenfall Berlin“ gestartet!


Zahlreiche Umweltverbände und Initiativen – u.a. auch die AG Energie von Attac Berlin – rufen in der gemeinsamen Kampagne „Tschüss Vattenfall Berlin“ Berliner und BerlinerInnen zum „Stromwechsel“ auf.

Dies ist nicht nur die Antwort auf die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, sondern auch eine Reaktion auf die Konzernpolitik des Berliner Grundversorgers Vattenfall. Dieser hält nach wie vor daran fest, die beiden Atomkraftwerke „Brunsbüttel“ und „Krümmel“ in diesem Jahr wieder ans Netz zu bringen. Zwar gibt es Überlegungen, die Betriebsführung für beide Kraftwerke an Eon zu übergeben, doch hält Vattenfall nach wie vor an seiner Beteiligung fest. Europaweit will Vattenfall seine Position in der Kernkraft sogar noch ausbauen.

„Haben Sie schon Ökostrom?“ Diese Frage wird in Berlin jetzt immer häufiger zu hören sein. In einer breit angelegten Kampagne wollen die Berliner Initiativen der Anti-Atom-Bewegung die Bevölkerung der Hauptstadt zum Stromwechsel bewegen. Zahlreiche Aktionen sind in Vorbereitung. Damit sollen nicht nur verschiedene Zielgruppen angesprochen, sondern auch eine breite Mehrheit der Bevölkerung gewonnen werden.

Der Wechsel zu einem neuen Stromanbieter ist dabei ganz einfach und kostet nur wenige Minuten. Alle Formalitäten übernimmt der neue Anbieter. Ein Stromausfall oder eine Lieferunterbrechung ist technisch ausgeschlossen. Alles, was man tun muss, ist, den Vertrag mit dem neuen Anbieter auszufüllen und seine Zählernummer einzutragen. Fertig!

Doch wohin wechseln? Vattenfall hat doch auch „Ökostrom“. Die meisten Umweltverbände empfehlen aber einen der vier konzernunabhängingen Ökostromanbieter: Lichtblick, EWS Schönau, Greenpeace Energy und Naturstrom. Denn die Wahl eines Anbieters ist in erster Linie die Entscheidung darüber, wohin das Geld fließt, mit dem man seine Stromrechnung bezahlt.

Deshalb heißt es jetzt gemeinsam: „Tschüss Vattenfall!

Mama Mia Vattenfall


(Text: Jens-Martin Rode; Photo: Hartmut Ihlefeld)

be verkohlt, be verstrahlt, be Vattenfall. Wer wissen will, wie Protest gegen den Klimasünder Nr. 1 in der Region aussehen kann, der sollte „Gegenstrom“ fragen. Mit einem Aktions-Contest „Kunstvoll gegen Vattenfall“ und zahlreichen eigenen Darbietungen setzte Gegenstrom Maßstäbe im Kampf gegen das Geenwashing und den PR-Schwindel des regionalen Betreibers unseres Stromnetzes. Am 30. April wurde es kreativ vor der Berlinischen Galerie in Kreuzberg, in der zeitgleich der „offiziell“ von Vattenfall gesponserte Kunstpreis „Vattenfall Contemporary“ vergeben wurde.

Bei „Kunstvoll gegen Vattenfall“ kam auch die AG Energie von Attac Berlin mit ihrem Krümmelmonster und den Pinguinen zum Zuge. Doch der eigentliche Coup: längst hatten es Aktivisten von Gegenstrom geschafft, sich schick in Schale in die Berlinische Galerie zu schleichen und das Micro der offiziellen Laudatio zu erobern. Fast zu schön, um wahr zu sein. Wer nicht dabei war, für den gibt es ja Video:

http://www.gegenstromberlin.net/

Eines ist sicher: das nehmen wir als Herausforderung! Wir werde uns revanchieren….   🙂