2017/08/6 Berlin Thaerstraße


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Stoppt den Putin, stoppt den Krieg!


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Mehrere hundert Menschen demonstrierten am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 vor der russischen Botschaft in Berlin gegen die Bombardierung Aleppos. Der Krieg des syrischen Regimes und seines russischen Verbündeten trifft vor allem die Zivilgesellschaft in dem von den Rebellen gehaltenen Gebieten von Ost-Aleppo. Auch eine Gegendemonstration war zu sehen, auf der Menschen Putin für die „Befreiung“ Aleppos dankten. Unter den wenigen Teilnehmer*innen der Gegendemo waren bezeichnenderweise keine Syrerinnen und Syrer auszumachen.

Was bringt es, Montag rot zu tragen?


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Für Montag den 2. Mai 2016 um 17:00 Uhr ruft eine weltweit aktive Solidaritätsbewegung zu einer Protestkundgebung auch in Berlin auf. Unter dem Hashtag #aleppoisburning kündigen derzeit Aktivist*innen auf der ganzen Welt Mahnwachen und Kundgebungen an, um an das Leid der Bevölkerung in der syrischen Metropole Aleppo zu erinnern. Anlass sind die trotz einer international vereinbarten Waffenruhe andauernden Angriffe der syrischen und russischen Luftwaffe auf die von den Rebellen gehaltenen Stadtteile. Getroffen wurden bisher mehrere medizinische Einrichtungen und Krankenhäuser, die u.a. von internationalen Hilfsorganisationen wie den “Ärzten ohne Grenzen” betrieben werden. Für Berlin bitten die Aktivist*innen darum, als Zeichen der Anteilnahmen die Farbe rot zu tragen. Auch im Sozialen Netz färben immer mehr Nutzer*innen von facebook ihr Profil rot.

Was ändert es, sein facebookprofil rot zu färben?

In allen Kriegen sind Krankenhäuser, Schulen und kulturelle Einrichtungen beliebte Ziele von Angriffen. Kaum einer der kämpfenden Parteien wird ad hoc ihr Verhalten ändern, weil die facebook-Community in Europa und anderswo ihr facebookprofil ändert. Ein rotes facebookprofil allein wird niemanden dazu bringen, sich an die Genfer Konventionen zu halten. Andererseits ist es aber ein Zeichen der Anteilnahme. Als es das Internet noch nicht gab, hat man Kerzen angezündet. Weiterlesen „Was bringt es, Montag rot zu tragen?“

#breakthesiege at wirhabenessattdemoberlin



 

Hungerproteste auf der Wir-haben-es-satt-Demo? Ja, das geht! In Berlin gingen am 16. Januar zum Start der Grünen Woche wieder mehr als 20.000 Menschen auf die Straße, um gegen Agrarindustrie, TTIP, Gentechnik, Massentierhaltung und für eine Agrarwende zu demonstrieren. Das geht nicht ohne Solidarität mit Ländern, in denen es die Menschen nicht „satt“, sondern gar nichts zu essen haben. Deswegen spielen auch Themen wie Ernährungsouveränität und urbane Landwirtschaft eine Rolle. Der Block der deutsch-syrischen Soliraritätsinitiative „The 15th garden“ steht für urbangardening-Projekte in Kriegs- und Krisengebieten (z.B. Syrien), in denen Menschen von Lebensmittelversorgung abgeschnitten und auf Selbstversorgung angewiesen sind. Zu diesem Anlaß demonstrierten Syrerinnen und Syrer heute gegen das Aushungern ganzer Städte. „Hunger als Waffe“ betrifft derzeit mehrere hunderttausend Menschen in Syrien.

Berlin unter Strom – AG Energie von attac Berlin startet mit neuen energiepolitischen Stadttouren


10734196_1525168911063041_7249561807005292841_nDas globalisierungskritisches Netzwerk attac bietet in diesem Jahr sogar zwei energiepolitische Stadtführungen in Berlin an. Zusätzlich zum lobbykritischen Spaziergang durch das Regierungsviertel und zu den Geburtsorten der Berliner Stromversorgung bieten die Globalisierungskritiker*innen zusätzlich noch eine Fahrradtour an. Schwerpunkt ist hier das Thema „Kohle“. Denn die Berliner Gruppe von attac ist Mitglied im neu gegründeten Bündnis „Kohleausstieg Berlin“. Dazu informieren die Aktivistinnen am Sonntag den 26. April 2015 mit einem Infostand auf dem Berliner Klimatag in der Markthalle Neun in Kreuzberg und bieten hier eine ca. 1 ½ stündige Probetour an. Weiterlesen „Berlin unter Strom – AG Energie von attac Berlin startet mit neuen energiepolitischen Stadttouren“

Der Wink mit dem Zaunfall


25 Jahre nach der Öffnung der Berliner Mauer sorgt die Künstlergruppe „Zentrum für politische Schönheit“ für einen Eklat: Mit der Entführung von Gedenkkreuzen, die im Berliner Stadtbild am ehemaligen Verlauf auf die Opfer der Berliner Mauer erinnern, wollen sie anlässlich der bevorstehenden Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Grenzöffnung am 9. November 1989 auf das Schicksal von vielen Tausend Menschen an einer ganz anderen Grenze aufmerksam machen: Den technisch immer ausgefeilteren Absperreinrichtungen gegen Menschen, die sich auf der Flucht nach Europa befinden.

 

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Diese Aktion ist pietätlos, weil sie verschiedene Kontexte durcheinander bringt. Auf den ersten Blick scheint sie die Erinnerung an die Ereignisse im Herbst ´89 zu diskreditieren. Wenn sich Philip Ruch als einer der Gesichter des Zentrums für politische Schönheit auf der Kampagnenseite mit den Worten zitieren lässt

„Gedenken wir nicht der Vergangenheit, gedenken wir der Gegenwart – und reißen die EU-Außenmauern ein. Nicht mit warmen Worten, sondern mit Bolzenschneidern!“,

dann könnte man meinen, hier wäre eine Gruppe der Ewiggestrigen aktiv, die das Unrecht an der ehemaligen Grenze relativieren wollen, in dem sie auf ein viel größeres Unrecht in der Gegenwart verweisen. Doch um ein Aufrechnen von Unrecht aus verschiedenen Kontexten geht es nicht. Der Fall der Berliner Mauer hatte viele Gründe. Einer war der unüberwindbare Mut einer engagierten Bürgerrechtsbewegung, welche in einer friedlichen Revolution das Ende der DDR einleitete. Dieser Menschen wird zu Recht gedacht am 9. November, wobei viele von denen, die sich gegen den Staat auflehnten eben nicht „rübermachen“ wollten über die Mauer, sondern von einer anderen DDR träumten. Weiterlesen „Der Wink mit dem Zaunfall“