Darf man für den Frieden lügen?


Ein Kommentar von Jens-Martin Rode zur friedenspolitischen “Mitteilung an die Medien” des “Bundesausschuss Friedensratschlag” vom 7. April 2017

Mit einer “Mitteilung an die Medien” hat sich am Freitag den 07. April 2017 der “Bundesausschuss Friedensratschlag” zum Militäreinsatz der USA gegen die Luftwaffenbasis al-Schairat in Syrien gewandt. Damit fordert er die Bundesregierung auf, den Angriff zu verurteilen. Zugleich möchten die Autoren aus dem Spektrum der Friedensbewegung damit wenige Tage vor den traditionellen Ostermärschen zu weiteren Protesten mobilisieren. Als Begründung dient eine populäre Verschwörungstheorie, die einer Überprüfung nicht Stand hält. Weiterlesen „Darf man für den Frieden lügen?“

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Ein Jahr nach Ghouta: Tausende Syrerinnen und Syrer von Seuchen bedroht


Mit einem dramatischen Appell wendet sich Anfang August 2014 die syrische Menschenrechtsorganisation Violations Documentation Center in Syria (VDC) an die Weltöffentlichkeit: In dem im Vorjahr von Giftgasangriffen gezeichneten Damaszener Vorort Ost Ghouta sind tausende Menschen akut vom Tod durch Infektionskrankheiten bedroht. Das brisante dabei: Krankheiten wie Typhus, Tuberkulose und Hepatitis sind unter „normalen“ Umständen durchaus behandelbar. Doch unter den Bedingungen der Belagerung durch das syrische Regime sind wichtige Medikamente und vor allem sauberes Wasser zur Zubereitung von Nahrungsmitteln kaum zu bekommen. Tuberkulose erfordert zudem eine spezielle Behandlung mit Medikamenten, die unter genau kontrollierten Bedingungen gelagert werden müssen. Deshalb werden sie in Syrien nur über die Weltgesundheitsorganisation und in den Apotheken des Syrischen Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds ausgegeben.

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