Sensation für Syrien: Putin und Assad gewähren drei Tage Waffenruhe vom 29. bis zum 31. Februar


Der Krieg in Syrien bekommt eine spektakuläre Wendung: Ab dem 29. Februar sollen auf direkter Anweisung aus dem Kreml in enger Abstimmung mit Damaskus drei Tage lang die Waffen schweigen. Der Entschluss zu dieser einseitigen Waffenpause ist aus rein humanitären Gründen gefallen. Vor allem in der belagerten Region Ost-Ghouta wird es in dieser Zeit einen ungehinderten Zugang für die Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischen Hilfsgütern geben. Die UNO wertet diesen unerwarteten Schritt als Durchbruch. Die deutsche Regierung erwägt bereits Aufhebung aller Russlandsanktionen.

“Vom 29. bis zum 31. Februar werden keine Bomben fallen,” sagte Wladimir Putin einem ausgewähltem Kreis internationaler Journalisten am heutigen Mittwoch in Moskau. Russland komme es darauf an, mit dieser einseitigen Waffenruhe seinen Friedenswillen zu bekräftigen, ohne dafür auch nur eine Gegenleistung zu verlangen. Der vollkommene Verzicht auf jegliche Kampfhandlungen sei mit der souveränen syrischen Regierung in Damaskus abgesprochen. Der syrische Präsident Assad werde sich persönlich für die Einhaltung der Waffenruhe verbürgen.

Dieser mutige Schritt macht deutlich, dass Russland es ernst meint mit einem Frieden in Syrien. Nach sieben Jahren Krieg brauche die Bevölkerung dringend eine Atempause. Das sei sozusagen so etwas wie Friede auf Probe, ließen sich auch hochrangige Regierungsvertreter in Damaskus vernehmen. Innerhalb der sehr kurz bemessenen Frist werde es keinerlei Giftgas oder Fassbombenangriffe auf Wohngebiete geben. Für alle 33 Gebiete unter Belagerung mit insgesamt über 750.000 Menschen werde es keinerlei Reisebeschränkungen geben. Internationale Beobachter und Menschenrechtsorganisationen bekämen uneingeschränkten Zugang zu Haftanstalten und Familien werde ein Besuchsrecht zu politischen Gefangenen gewährt. In dringenden Fällen könne zur Regelung von Familienangelegenheiten sogar Hafturlaub gewährt werden. Die Initiative für diesen Schritt war bisher nur Insidern bekannt. Monatelang habe man nach einem Termin gesucht, der von allen hinter dem Regime in Damaskus stehenden Konfliktparteien akzeptiert werden könne. Den Ausschlag für die nun startende Initiative habe aber der starke weltweite Protest der Öffentlichkeit gegeben, verriet Putin.

 

(Satire)

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Stoppt den Putin, stoppt den Krieg!


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Mehrere hundert Menschen demonstrierten am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 vor der russischen Botschaft in Berlin gegen die Bombardierung Aleppos. Der Krieg des syrischen Regimes und seines russischen Verbündeten trifft vor allem die Zivilgesellschaft in dem von den Rebellen gehaltenen Gebieten von Ost-Aleppo. Auch eine Gegendemonstration war zu sehen, auf der Menschen Putin für die „Befreiung“ Aleppos dankten. Unter den wenigen Teilnehmer*innen der Gegendemo waren bezeichnenderweise keine Syrerinnen und Syrer auszumachen.